Freud war insofern interessant, dass er vor seinem Ableben immer wieder in einen Spiegel sah, indem er sich wahrnahm. Man sieht ihn noch in der Berggasse und die Mittwochsgesellschaft mit Einstein, war sicher auch interessant, wo man bei Bockwurst und Käse über die Relativitätstheorie sann, aber irgendwie ist Freud im Spiegel verschwunden. Ihn zu lesen fand ich langweilig, Anna Freud war angenehmer aber auch hier, erschloss sich mehr die Sicht von Alfred Adler, als Individual-Psychologie. Arthur Janov fand ich in jungen Jahren auch sehr gut und interessant. Man versumpert aber in der Psychologie, man kommt dann zur Esoterik. Ödipus als Rätsellöser. Alles in Allem habe ich mit der Psychologie eigentlich nichts am Hut. Die Philosophie empfinde ich als die Königin der Geisteswissenschaften und da gibt man sich wenig mit dem Abglanz ab. Ja, Theaterwissenschaften vielleicht. Das hat aber mehr damit zu tun, dass der Abglanz der Philosophie bei den Theaterwissenschaften noch am dichtesten fällt. Also, man kann damit gut veranschaulichen, frei nach Hegel, besonders Brecht finde ich sehr gut, aber auch Beckett oder eben klarerweise Goethe, Shakespeare oder Ionesco, Dürrenmatt. Es war eine zeitlang eine amüsante Darstellung, darin zu schwelgern, aber es ist zu abstrakt. Theater ist zu abstrakt. Ich meine, man kann mir damit nicht begegnen. In der Melancholie, die Richard Strauss komponierte, fand ich eine zeitlang Trost, aber es wird langweilig, genauso wie der Zarathustra von Nietzsche, da kann der Komponist nichts dafür. Es reicht aber um den Geist der Zeit einzufangen! Genie ist ein Begriff der Romantik.Bei Freud und dem Spiegel ist es vielleicht wie Jakobus schrieb: "Wer das Wort nur hört, aber nicht danach handelt, ist wie ein Mensch, der sein eigenes Gesicht im Spiegel betrachtet: Er betrachtet sich, geht weg und schon hat er vergessen, wie er aussah." Jak 1,23-24 Freud als Influencer. Menschen mit Masken, die des Ego und dann fließen die Tränen im Spiegelbild. Nietzsche schrieb: "Ich schreibe wie ein Schwein". Ein Zeitgenosse. Aber gerade ein Philologe sagt das. Der moralische Bruch; Israel kämpft mit dem Engel. Engel, die eine Übermoral haben. Ein Engel ist überlegen und doch, David und Goliath, der Mensch hat eine Seele, die hat der Engel nicht. Führt er uns aber in die Ewigkeit, hat er schon eine Seele, nicht? Also es sind doch dann Bärendienste, der Bär als Seelentier, so wie der hl. Korbinian, der dem Bär die Lasten des Vatikans aufbürdete, die er tragen musste, weil er den Esel riss. Der Bär als Wappentier von Papst Benedikt XVI. und dann noch dazu die Bajuwaren, die Poierwehr.

Also, dann haben wir da diese ganze Sicht, Freud und Ratzinger in seiner Enzyklika - Gott ist die Caritas, also Teuerliebe und dann die Finalisierung, welche im Eros einhergeht. Also ich habe das nicht verstanden. Das war abruptes umschwenken. Gut, das ist Kirchenpolitik, wie orthodoxe Priester heiraten dürfen etc pp. Also ich war auch in einer Schule der Erzdiözese Wien. In der ersten Klasse Volksschule hatte ich bereits meine erste Freundin und habe ihr Briefchen geschrieben.