Bei dem Gedanken "Des REX REGUM neue Kleider" muss ich an Mechthild von Hackeborn denken und ihre mystische Darlegung - "An diesem Festtag, diesem Tag der Freude seines Herzens, legte er - um deiner Liebe willen - ein rosenfarbenes Gewand an". Damit gibt es das schon, dass der REX REGUM neue Kleider trug. Sie verwandelt die Entkleidung des Lebendigen und nährt sie mit den Worten eines rosenfarbenes Gewandes. Freilich ist der ganze Kontext von sinnlicher Bedeutung und das macht denke ich auch die umgarnende Sicht der deutschen Mystik aus, die sicherlich auch eine Form der Kunst oder Schauung in sich birgt. Ob das zu unanständig wäre, darüber kann ich im Gesamten nicht urteilen. Dabei kann ich nicht sagen, ob es für die Ewigkeit etwas nützt, die Sinnlichkeit der Betrachtung zu suchen oder zu verstehen. Dennoch ist die Mystik kulturell geprägt und so schrieb Mechthild von Hackeborn folgende Worte: "An diesem Festtag, diesem Tag der Freude seines Herzens, legte er - um deiner Liebe willen - ein rosenfarbenes Gewand an, die Liebe seines Herzens hat es mit Blut gefärbt. Dazu hat er sich einen Kranz aus Rosen und Lilien auf sein Haupt gesetzt, dieser war mit Perlen umwunden, den Tropfen seines allerkostbarsten Blutes. An seinen Händen trug er reichlich durchbrochene Handschuhe, so daß er überhaupt nichts zurückhalten könnte, wenn er nicht alles dir übergeben würde, was er der ganzen Welt verborgen hatte." (Mystische Texte des Mittelalters - Mechthild von Hackeborn, Reclam)Es ist eine Vorgabe und es ist ein eigener Weg, der die Nachahmer nach sich zieht, aber das tun auch jene, die wie bspw. Sr. Faustina ihre Sinnlichkeit in einer Darstellung eines Bildes mimt und Brigitta von Schweden in wildester Schauung über 3560 Wundmalen am Leib Christi sein Martyrium zu begreifen sucht. Die Sinnlichkeit in jeder Betrachtung ist sehr schwierig, denn so könnte man ebenso Joseph Merrick als ein Kronjuwel der Geisteswissenschaften betrachten und zieht dabei den ganzen Schatten mit sich; ein Zeitgenosse von Jack the ripper und insofern nicht verhandelbar.Es bleibt nach wie vor die Frage der Wahrhaftigkeit und mögen die Texte und Darstellungen noch so lieblich oder anreizend sein, oder meinetwegen gerechtfertigt. Diese Weisheit hat keiner und die Kirche ist Schatzmeister, also ohne die Sakramente, ist jede Schauung ein Zeichen von Dekadenz, die sich um die himmlischen Schätze müht, die der Herr umsonst gibt.Es steht, dass man Gott mit seiner ganzen Kraft lieben soll, von ganzer Seele und Gemüt. Deswegen ist man da kein Übermensch, mit einer Übersicht. Man wird teilhaftig, an dem einen wahren und lebendigen Leib des Allerhöchsten!