"Sit tibi terra levis!" ist eine alte griechische Weisheit, die anmutet wie ein Spruch auf einem Grab. Sie bedeutet: "Möge dir die Erde leicht sein." Nietzsche bezog sich darauf, mit dem Satz: Das erste Attribut der Göttlichkeit ist die Leichtfüßigkeit. Es ist für manche auch ein Lebensmotto, so wie "Capre Diem", nütze den Tag, allerdings eher ein Kehrvers, da man im allgemeinen die Paradoxie der Griechen kennt. So gibt es den Satiriker Hipponax, der auf sein Grab in etwa schreiben ließ: "Das ist das Grab des Hipponax. Hinfort, wenn du ein Böser bist. Wenn du jedoch gut und guter Eltern Sohn, so setze und wenn du will`t, entschlummre auch." - Wiederum "Sit tibi terra levis"; möge dir die Erde leicht sein. Für die Griechen war es die größte Sünde, geboren worden zu sein. Diese Geburt der Tragödie.Es ist insofern spannend, da unser Kardinal einst meinte, wir wären alle Griechen. Nun, Europa ist ein Zweistromland; es setzt einerseits die jüdisch/christliche Seite und die Griechische. Vermutlich spielte er dabei auf die Flagellanten an, die wiederum ebenso eine Geburt in der Tragödie sahen, das Theater war ihr Ursprung, diese Maske, diabolisch - lachend und weinend, Hoffart und Trauer und Aristoteles war sicherlich der Erste Metaphysiker, der im Dualismus schwelgerte.
Warum Dionysos? Nun, es gab zu der Zeit Fruchtbarkeits-Rithen, Mithras und Dionysos; das Fest der Natur und dem Menschen in Vereinigung. Der Mythos umschreibt den Dionysos eben bereits als eine Spaltung. Umschrieben steht: Der, der ohne Bilder ist, in sich gefangen den Urschmerz und sein Urecho. - als dem Mythos nach als Kind von Titanen gespalten/zerstückelt. Es entspricht einem Dithyrambus, wie das bei den antiken Griechen üblich war, wenn man die überlieferten ironisch anmutenden Theaterstücke liest. Es ist also ein Mythos, dem bspw. Arthur Janov mit dem Urschrei nachging, allerdings ist mehr esoterisch, aber es gibt eben auch den Mythos, dass für die Alchemisten im Mittelalter, Gold nur das Nebenprodukt war. Da greift eines ins Andere und es war auch das Frühwerk von Nietzsche, welches sich damit befasste und so waren es auch meistens die Frühwerke der Philosophen, welche eine Spur auftaten, vgl. Schopenhauer: Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde und die Frage nach der Mutter der Wissenschaft. Die Frage nach dem Warum. Nun, Insofern sind das Auftakte in eine neue Zeit. Man betrachtet aus der Vergangenheit heraus und schafft sich so ein Gestirn, einen Homunculus, wie Descartes.
Es ist gut von dieser Philosophie zu kosten, als Ambrosia, die sich rings umher verbreitet, aber zu tief in einen Abgrund zu blicken, entbehrt der feinen Art, wie wenn man in den Rachen eines Ungeheuers blickt und philosophieren ist nach Heraklit, den Panther zu streicheln, aber wer auf ihm reiten will, kann weder den Weg bestimmen, noch abspringen oder der auf das Pferd gesetzte Bettler, reitet das Tier zutode. Das meint, die Natur, die es liebt sich zu verbergen, die unfähig ist sich zu ändern.