Einfalt, Gleichmut - Tugenden, die den hl. Josef beschreiben könnten. Die Mystik der französischen Volksseele lässt sich womöglich durch den einfältigen Salaün am Besten beschreiben. Wie der hl. Simon Stock lebte auch er in einem hohlen Baum. Es ist halt nahe dem Limbus, das Ganze, wo die Pflanze der bloße Wille ist und ich habe damit im Grunde kein Problem, wenn ich daran denke, dass alle Blumen zur Ehre der Muttergottes blühen. Warum nicht auch der Baum, wo Christus der Baum des Lebens ist, der im Paradiese steht, denn der Baum der Erkenntnis von guten Früchten ist halt irgendwann einmal ausgestorben und taugt noch als Unterkunft und Jesus verfluchte den Baum, der ihm keine Frucht bot.Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein, um eine Weltherrschaft aufzubauen. Außerdem, was würde sie für die Ewigkeit nützen? Vor allem: Wer zahlt? Schuld zu lieben, das haben die Flagellanten auch getan. Depressionen kommen außerdem vom Satan. Wir sind einfach nur schwach und das kann man niemanden zum Vorwurf machen, sonst wären wir Engel und die Schöpfung kreist um sich selber, wie die Planeten mit der christozentrischen Sonne, eines Mittelalters oder Universalins, mit der Theodizee begabt. Ist die Frage, was das für die Ewigkeit nützt und wie die Chronologie der Menschheit aussieht. St. Michael als Chronist, der alle Pfeifen auf der Orgel spielen kann, selbst die welche man nicht mehr hört und dann die Schuld. Beichten ist gut, weil sie die Liebe zur Schuld erlösbar macht, was die Tugend fördert, ein Mensch nach dem Maß Gottes zu werden, damit man zugeteilt bekommt als Mensch und irgendwann wissen wir nicht mehr, ob die Schuld das einzige Maß ist oder eben die Liebe, welche sich nicht an Menschen bindet und so weniger religiös ist, als die Naturvölker.

Die hl. Katharina von Siena hat etwas sehr impossantes gesagt. Auch wenn der Priester umschrieben der größte Sünder wäre, bleibt die Spendung der Sakramente davon unberührt. Wir Träger des braunen Skapuliers sind Laienpriester, haben aber keine Weihe, dürfen keine Sünden vergeben, sondern das, was Laien der Kirche im Allgemeinen ausmacht, zur Not taufen.

Der Mensch muss mit seiner Abberufung leben. Ich kann es nicht ändern, niemand kann es ändern, daher ist der Fokus Gott mit ganzer Kraft zu lieben, mit ganzer Seele, von vollem Gemüte, wie man auch sei, denn Gott macht die Heiligen. Die haben sich nicht selber gemacht und das Ziel eines jeden Menschen ist die Heiligkeit. Der hl. Pater Pio sagt: Heilige dich! Damit hat er Recht, denn Gott prüft uns ohnehin, lässt den Baum noch ein Jahr wachsen. Wir haben die Ewigkeit vor uns und niemand weiß, was Gottesfurcht bedeutet, außer er hat ein Leiden.