Sir 23
2 Wer hält eine Peitsche bereit für mein Denken /
und eine Zuchtrute für mein Herz, um ihre Vergehen nicht zu schonen /
und ihnen keine Sünden zu gestatten,
und eine Zuchtrute für mein Herz, um ihre Vergehen nicht zu schonen /
und ihnen keine Sünden zu gestatten,
3 damit meine Fehler sich nicht mehren, /
meine Sünden sich nicht häufen /
und ich nicht zu Fall komme vor meinen Feinden, /
sodass mein Gegner sich über mich freuen könnte?
meine Sünden sich nicht häufen /
und ich nicht zu Fall komme vor meinen Feinden, /
sodass mein Gegner sich über mich freuen könnte?
4 Herr, Vater und Gott meines Lebens, /
überlass mich nicht ihrem Plan!
überlass mich nicht ihrem Plan!
5 Übermütige Augen gib mir nicht, /
halte fern von mir die Begierde!
halte fern von mir die Begierde!
6 Unzucht und Sinnenlust sollen mich nicht ergreifen, /
schamloser Gier gib mich nicht preis!
schamloser Gier gib mich nicht preis!
Eine Unterweisung über das Reden: 23,7-15
7 Ihr Söhne, vernehmt die Unterweisung über das Reden; /wer sie beachtet, verfehlt sich nicht.
8 Durch seine Lippen verstrickt sich der Sünder, /
Lästerer und Stolze stürzen durch sie.
Lästerer und Stolze stürzen durch sie.
10 Wie ein Sklave, der dauernd straffällig wird, /
von Striemen nie frei bleibt, /
so bleibt von Sünde nicht rein, /
wer immerfort schwört und Gottes Namen ausspricht.
von Striemen nie frei bleibt, /
so bleibt von Sünde nicht rein, /
wer immerfort schwört und Gottes Namen ausspricht.
11 Ein Mensch, der viel schwört, häuft Schuld auf sich, /
die Strafrute weicht nicht von seinem Haus. Verfehlt er sich unbedacht, /
lastet seine Sünde auf ihm; übersieht er den Schwur, sündigt er doppelt, /
schwört er falsch, bleibt er nicht ungestraft; /
ja, sein Haus wird von Leiden erfüllt. 3
die Strafrute weicht nicht von seinem Haus. Verfehlt er sich unbedacht, /
lastet seine Sünde auf ihm; übersieht er den Schwur, sündigt er doppelt, /
schwört er falsch, bleibt er nicht ungestraft; /
ja, sein Haus wird von Leiden erfüllt. 3
12 Es gibt ein Reden, das der Pest vergleichbar ist; /
möge es sich im Erbland Jakobs nicht finden. Den Frommen liegt dies alles fern, /
sie wälzen sich nicht in Sünden.
möge es sich im Erbland Jakobs nicht finden. Den Frommen liegt dies alles fern, /
sie wälzen sich nicht in Sünden.
13 Gewöhn deinen Mund nicht an Zuchtlosigkeit; /
denn es kommt dabei zu sündhaften Reden.
denn es kommt dabei zu sündhaften Reden.
14 Denk an Vater und Mutter, wenn du im Kreis der Großen sitzt, /
damit du bei ihnen keinen Anstoß erregst /
und nicht durch dein Benehmen dich zum Toren machst /
und wünschen musst, nicht geboren zu sein, /
und den Tag deiner Geburt verfluchst.
damit du bei ihnen keinen Anstoß erregst /
und nicht durch dein Benehmen dich zum Toren machst /
und wünschen musst, nicht geboren zu sein, /
und den Tag deiner Geburt verfluchst.
15 Hat sich einer an schändliche Reden gewöhnt, /
nimmt er sein Leben lang keine Zucht mehr an.
nimmt er sein Leben lang keine Zucht mehr an.
Warnung vor Unzucht: 23,16-27
16 Zwei Gruppen von Menschen häufen die Sünden, /drei ziehen den Zorn herbei: Leidenschaftliche Begierde, sie brennt wie Feuer /
und erlischt nicht, bis sie sich verzehrt hat; der Mensch, der am eigenen Leib Unzucht treibt /
und nicht aufhört, bis das Feuer verglüht;
18 der Mensch, der Ehebruch treibt auf seinem Lager, /
der bei sich denkt: Wer sieht mich? Dunkel umgibt mich, Wände verbergen mich, /
keiner sieht mich, warum sollte ich mich fürchten zu sündigen?
der bei sich denkt: Wer sieht mich? Dunkel umgibt mich, Wände verbergen mich, /
keiner sieht mich, warum sollte ich mich fürchten zu sündigen?
19 Er denkt nicht an den Höchsten, /
nur die Augen der Menschen fürchtet er. Er bedenkt nicht, dass die Augen des Herrn /
zehntausendmal heller sind als die Sonne, dass sie alle Wege des Menschen sehen /
und die geheimsten Winkel durchdringen.
nur die Augen der Menschen fürchtet er. Er bedenkt nicht, dass die Augen des Herrn /
zehntausendmal heller sind als die Sonne, dass sie alle Wege des Menschen sehen /
und die geheimsten Winkel durchdringen.
20 Schon ehe es geschieht, ist ihm alles bekannt, /
ebenso, wenn es vollbracht ist.
ebenso, wenn es vollbracht ist.
21 Jener wird auf den Straßen der Stadt verurteilt; /
wo er es nicht vermutet, da wird er ergriffen.
wo er es nicht vermutet, da wird er ergriffen.
22 So auch die Frau, die ihren Mann verlässt /
und von einem andern einen Erben zur Welt bringt:
und von einem andern einen Erben zur Welt bringt:
23 Erstens war sie dem Gesetz des Höchsten untreu, /
zweitens hat sie sich gegen ihren Gatten vergangen, drittens hat sie in Unzucht die Ehe gebrochen /
und von einem andern Kinder zur Welt gebracht. 5
zweitens hat sie sich gegen ihren Gatten vergangen, drittens hat sie in Unzucht die Ehe gebrochen /
und von einem andern Kinder zur Welt gebracht. 5
24 Sie wird vor die Gemeinde geführt /
und ihre Kinder werden es büßen müssen.
und ihre Kinder werden es büßen müssen.
25 Ihre Sprösslinge werden keine Wurzel treiben /
und ihre Zweige keine Frucht bringen.
und ihre Zweige keine Frucht bringen.
26 Ihr Andenken hinterlässt sie zum Fluch, /
ihre Schande wird niemals getilgt.
ihre Schande wird niemals getilgt.
1 1-6: Ein inniges Gebet um Lauterkeit bis in die innersten Gedanken, was aber Wachsamkeit und die Hilfe Gottes voraussetzt.
2 ℘ 27,14
3 Es werden verschiedene juristische Unterscheidungen gemacht wie später bei Mt 5,34-37.
4 ℘ 26,12; Spr 7,5-27
5 ℘ Spr 2,17
6 ℘ 46,10; Koh 12,13
7 27a: Nach S; in G ausgefallen.