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  1. Klgl 2,5 Die Klagelieder

    Wie ein Feind ist geworden der Herr, / Israel hat er vernichtet. Vernichtet hat er alle Paläste, / zerstört seine Burgen. Auf die Tochter Juda hat er gehäuft / Jammer über Jammer. 3

  2. Klgl 2,9 Die Klagelieder

    In den Boden sanken ihre Tore, / ihre Riegel hat er zerstört und zerbrochen. Ihr König und ihre Fürsten sind unter den Völkern, / keine Weisung ist da, auch keine Offenbarung / schenkt der Herr ihren Propheten. 6

  3. Klgl 2,11 Die Klagelieder

    Meine Augen ermatten vor Tränen, / mein Inneres glüht. Ausgeschüttet auf die Erde ist mein Herz / über den Zusammenbruch der Tochter, meines Volkes. Kind und Säugling verschmachten / auf den Plätzen der Stadt.

  4. Klgl 2,12 Die Klagelieder

    Sie sagen zu ihren Müttern: / Wo ist Brot und Wein?, da sie erschöpft verschmachten / auf den Plätzen der Stadt, da sie ihr Leben aushauchen / auf dem Schoß ihrer Mütter.

  5. Klgl 2,13 Die Klagelieder

    Wie soll ich dir zureden, was dir gleichsetzen, / du Tochter Jerusalem? Womit kann ich dich vergleichen, wie dich trösten, / Jungfrau, Tochter Zion? Dein Zusammenbruch ist groß wie das Meer, / wer kann dich heilen?

  6. Klgl 2,15 Die Klagelieder

    Über dich klatschen in die Hände / alle, die des Weges ziehen. Sie zischeln und schütteln den Kopf / über die Tochter Jerusalem: Ist das die Stadt, die man nannte: / Entzücken der ganzen Welt, / Krone der Schönheit? 9

  7. Klgl 2,16 Die Klagelieder

    Über dich reißen ihr Maul auf / all deine Feinde. Sie zischeln und fletschen die Zähne, / sie sprechen: Wir haben sie verschlungen. Das ist der Tag, auf den wir hofften. / Wir haben ihn erreicht und gesehen. 10

  8. Klgl 3,17 Die Klagelieder

    Du hast mich aus dem Frieden hinausgestoßen; / ich habe vergessen, was Glück ist.

  9. Klgl 3,18 Die Klagelieder

    Ich sprach: Dahin ist mein Glanz / und mein Vertrauen auf den Herrn.

  10. Klgl 3,19 Die Klagelieder

    An meine Not und Unrast denken / ist Wermut und Gift.

  11. Klgl 3,20 Die Klagelieder

    Immer denkt meine Seele daran / und ist betrübt in mir. 7

  12. Klgl 3,24 Die Klagelieder

    Mein Anteil ist der Herr, sagt meine Seele, / darum harre ich auf ihn. 8

  13. Klgl 3,25 Die Klagelieder

    Gut ist der Herr zu dem, der auf ihn hofft, / zur Seele, die ihn sucht.

  14. Klgl 3,26 Die Klagelieder

    Gut ist es, schweigend zu harren / auf die Hilfe des Herrn.

  15. Klgl 3,27 Die Klagelieder

    Gut ist es für den Mann, / ein Joch zu tragen in der Jugend.

  16. Klgl 3,29 Die Klagelieder

    Er beuge in den Staub seinen Mund; / vielleicht ist noch Hoffnung.

  17. Klgl 3,62 Die Klagelieder

    Das Denken und Reden meiner Gegner / ist gegen mich den ganzen Tag. 17

  18. Klgl 4,1 Die Klagelieder

    Das vierte Lied: 4,1-221 Weh, wie glanzlos ist das Gold, / gedunkelt das köstliche Feingold, hingeschüttet die heiligen Steine / an den Ecken aller Straßen.

  19. Klgl 4,6 Die Klagelieder

    Größer ist die Schuld der Tochter, meines Volkes, / als die Sünde Sodoms, das plötzlich vernichtet wurde, / ohne dass eine Hand sich rührte. 2

  20. Klgl 4,8 Die Klagelieder

    Schwärzer als Ruß sehen sie aus, / man erkennt sie nicht auf den Straßen. Die Haut schrumpft ihnen am Leib, / trocken wie Holz ist sie geworden.