Tendenzen kreativer Anomalie sind ein Anzeichen dafür, dass etwas nicht rund läuft. Künstler und Profis. Der Profi wirft ein Kunstwerk hin, der Künstler inspiriert es und die Muse geht leer aus. Warum ist das so? Eben wegen der kreativen Anomalie, die zur Melancholie verführt und diese ist nahe an der Depression, die uns die Gabe streitig macht, das Kunstwerk zu verstehen, daraus zu lernen, dieses kontemplative Wirken an zu ziehen, oder den Geist herab zu ziehen, der lehrt und Einsicht schenkt. Wie im Klassenzimmer, der Störer. Ich hatte das Glück einen Religionsprofessor zu haben, der immer dann, wenn die Schüler nicht aufpassten, mit der Faust auf den Tisch zu schlagen. Das habe ich mir gemerkt und der Religionsprofessor war befreundet mit dem Deutschprofessor, der es wiederum entscheidend war, dass wir Goethe auswendig lernten. Beide allerdings waren auch befreundet mit dem Physikprofessor, der jedoch schon älteren Semesters, uns sein selbstgeschriebenes Physikbuch hat auswendig lernen lassen. Mnemotechniken quasi, die mir heute nützlich sind. Er mochte auch diese Beispiele, um uns zu zeigen, dass bspw. Vakuum knallen kann und nicht nur die Faust auf dem Tisch. - "selbst eine schwache Quelle spendet Wasser auf den Tisch" Sir 14,10

Wenn man eben die ganzen Christus-Darstellungen in den Kirchen sieht, wo Jesus Christus mit langen Haaren dargestellt worden ist; außer das Prager Jesulein oder Jesus in der Krippe, kann man sich der Vorstellung des Manifest der 93 kaum erwehren. Es hat also auch den Beigeschmack von Artes Liberales im Mittelalter und daraus folgend, dass sich der Künstler erwehrte ein Bild von Gott zu machen; in der Reminiszenz auf das Alte Testament. Das hat halt immer wieder im Laufe der Geschichte zu einer Frage der Kontemplation geführt, wo das kontemplative Leben damit kaum hadert.

"Nicht so viele von euch sollen Lehrer werden, meine Brüder." Jak 3,1

"Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht" 1 Tim 2,12

Der ökumenische Dialog hat keinen Nutzen. Durch das Reden kommen zwar die Leute zusammen, aber im Prinzip ist eh alles klar. Der Standpunkt ist klar usw. Michel Foucault

"Darum lasst jetzt euren Spott, / sonst werden eure Fesseln noch fester." Jes 28,22

Austreten aus der Kirche ist jedoch auch keine Lösung, denn das DOGMA Extra ecclesiam nulla salus (Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil) besagt:

[Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und verkündet, dass ‚niemand außerhalb der katholischen Kirche — weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter — des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr [d. i. der Kirche] anschließt. So viel bedeutet die Einheit des Leibes der Kirche, dass die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heil gereichen, die in ihr bleiben, und dass nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen Lohn erwirbt. Mag einer noch so viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergießen, so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt‘

Seit 1349 sind auch lt. Papst Clemens VI. die Flagellanten verboten; ergo exkommuniziert.