Diese Betrachtung geht bei Paracelsus ebenso ein, wie "Der Prozeß, der zum Regiertwerden des Menschen von seiner niederen Triebnatur führt, vollzieht sich wieder in der neuplatonischen Korrespondenzenlehre. Da im Limbus die gesamten vier Elemente enthalten sind, als siderische Welt mit dem Himmel und als elementische Welt mit Tier und Pflanze, so korrespondiert der Mensch, der mit seinem corpus physicum aus dem limbus stammt, mit dem ganzen Kosmos." Bei Rene Descartes wiederum das Menschlein, der Homunculus in seinen Theorien der Wahrnehmung. Frankenstein, Golem, die Begabung Materie Leben einzuhauchen, als Gespenst, the ghost in the maschine. Das geht zurück bis in die Zeit in der Worte noch als Magie galten, als Formgeber. Man hatte das auch in der Hexenverfolgung, Materie zu begaben. Vgl. die merseburger Zaubersprüche, früher waren Worte eben Magie. - Die Frage des Paracelsus geht eher auf das Reizreaktionsvermögen ein, als historisches Tier, wie bei Schopenhauer und Nietzsche sieht dabei eher das an den Pflock des Augenblickes gekettete Schaf. Eigentlich eine Verfehlung des Themas, denn wenn man Mainländer hierzu vergleicht, gelangt man auch zum bloßen Willen. So schreibt Philipp Mainländer in der Philosophie der Erlösung "Die Pflanze ist bloßer Wille; das Tier ist die Verbindung von Wille und Geist; der Mensch zeichnet sich neben diesen noch durch Vernunft als komplexes Wahrnehmungs- und Reflexionsvermögen aus." Man darf nicht Wissenschaft mit Wortklauberei verwechseln. Das hat natürlich Nietzsche als Philologe erkannt, wo er sein Resumee über Mainländer schrieb. Also, was bleibt übrig von dieser Idee des Menschen, wenn es nicht zu einem Menschlein verkümmern soll, als AI oder KI oder etwas, was wider sich selbst gerät? So hat man die Erbsünde und diese ist für den Trübsal oder die Depression verantwortlich. Man muß also Farbe bekennen und das meint im Sinne die Beichte. Die Beichte erlöst von dem Bösen, von dem Trübsal oder von der Depression. Diese müsste demnach durch eben jenen Limbus einfließen, als einem Quell der Bosheit, welche das eigene Herz betört und zur Schande anreizt wie Paracelus erkannte; etwas Unvernünftiges, wider die Übermoral gerichtetes, bspw. der hupende Autofahrer, als einfaches Beispiel der Ignoranz. Immer da, wo es an Tugend fehlt, hat das Böse den Anlaß zur Sünde, als Einlass durch den Limbus, den Paracelsus hierbei sieht. In Wirklichkeit ist es das Herz und das Herz ist eben jener Anteil an der Erbschuld. Die Taufe ist ein Weg, ein schmaler Weg, sodass einem Gott nicht in die Versuchung führt oder sich an einem rächt, da man ihn vergaß und so findet sich die Beichte als Tauferneuerung wieder. Vergissmeinnicht - "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." Mt 25,40 Oft fehlen uns Menschen die Worte, dann wissen wir nicht was wir denken sollen, können oder wollen. Diese Zuwendung ist auch das Kernstück des zweiten vatikanischen Konzils, wo entschieden wurde, die Messe fortan zum Volk hin zu feiern, nicht weiter auf den Hochaltar hingewandt. Der Bedarf liegt am Menschen, so derjenige, welcher Gott verinnerlicht dies auf den Menschen hin tut und nicht bloß sein kleines Eigenlicht befruchtet. Es ist ein Gut des Guten.