Hat Gott einen metaphysischen Willen? Wenn man zwei Gerichte hat, eines nach dem Leben und eines am Ende? Hat man Anrecht auf zwei Ehen? Was nützt es, wenn man die ganze Welt zweimal richtet? Gesetzt den Fall dass die Kirche Menschenfischer miemt, kann man nicht bestätigen, dass zwei Gerichte nötig seien, wo doch dem Sohn das Gericht übertragen wurde. Wir bekennen im Glaubensbekenntnis zwar Lebende und Tote, doch wer mag die Einen von den Anderen unterscheiden? Kehrt jemand zu Gott um, so lebt er und tut er es nicht so bleibt er ohne dem Leben, das Gott ist. Zwei Gerichte, was Nietzsche als doppelte Wollust meinte, die Genugtuung in zwei zu fassen, wie in zwei Weltkriegen. Oftmals scheitert die ganze Menschheit an Erkenntnissen und geht an ihnen zugrunde, gleich durch Hirten welche die ganze Herde, die ganze Menschheit irreführen. Also was macht Gott metaphysisch? Jesaja sagt, sein Wort tue was er wolle und es bleibe nicht unerfüllt. Ebenso hallt es bereits von der ionischen Aufklärung bei Xenophanes wieder. Ohne sonder Mühe, bewirke Er den Umschwung des Alls, ohne also von Ort zu Ort eine Metaphysik zu vollziehen. Wir reden vom Willen Gottes, wir stiften unauflösliche Ehen und weshalb sollte Gottes Urteil mit zweierlei Maß messen? Vielleicht weil das besondere Gericht sowohl Engel wie Menschen meint? Es ist also die Frage, was bleibt? Gott hat doch schon am Anfang die Engel gerichtet und die welche neutral bleiben wollten, wurden verdammt! Es ist hier nicht von zweierlei Maß die Rede, wo doch der Mensch aus dem Paradies vertrieben wurde, da er kein Bekenntnis seiner Schuld leistete, neutral bleiben wollte wie die Engel vor ihnen. Gott hat also dem Menschen eine Aussicht gestellt. Wer ihn bekennt und an ihn glaubt, wird gerettet. Ja, das ist ein Weg und sind nicht zwei Wege. Wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, sagt Jesus, eben weil er nicht an ihn glaubte und daher Rechenschaft geben muss für jenen Frevel.
Zum heutigen Evangelium "Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen" . Als ich in drei Messen das Evangelium hörte, drei Predigten zu dem Thema und kein einziger Priester auf das eigentliche Ereignis hinwies, dass Elija den Götzendienst so beendete. So jungfräuliche Priester, sei es drum. Jesus meinte den Götzenkult und ja, er meinte weiter, wie diese drei Priester bemerkt hatten, das Fiasko, welches oft untereinander herrscht, wo einer gegen den anderen auftritt, wie schlechte Schauspieler in einer Komödie. Natürlich kann man Mitleid haben, aber besonders ehrlich ist dieses Lied nicht. Freilich, man kann Zettelchen in die Klagemauer stecken und Gott dafür danken, dass man nicht als der oder jener geboren wurde und freilich stimmt das auch, um diesem jüdischen Humor nicht unpassiert zu lassen, aber wer erhält Recht? Feuer vom Himmel wie Elija und dann fuhr Elija im Feuerwagen gen Himmel; - Feuer zur Erde nieder. Dieses verstockte Menschengeschlecht, muss Jesus gedacht haben. Sie sehen mich und sehen doch nicht und wären meine Worte doch, wie Jesus Sirach sagte, gleich einem brennenden Ofen. So betrachtet, lebt der Mensch nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort Gottes; - sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund. Seelenfrieden und dabei ist so vieles unklar; ja wir wissen nicht einmal ob wir morgen noch erscheinen. Tun wir es, so ist es das Wort Gottes, vielmehr aber der Wille Gottes, wo doch keine Krähe vom Himmel fällt, um Elija zu nähren.
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.“ Mt 22,37