Der Papst sagt: Unser Gesicht zeigt die Schönheit Gottes - Ein Gesicht ist eine Schauung. Das muss man bedenken, was er da sagt. Wenn also eine Seherin ein Gesicht hat, ihr etwas einsichtig wird, dann ist es Gegenstand der Glaubenskongregation oder eben, was für die Ewigkeit mehr nützt, der Beichte. Ein Gesicht haben, eine Vision und die hl. Katharina Emmerich war so eine Person mit Gesichten, also Visionen. Ob die jetzt alle authentisch sind, wir haben da auch Valtorta - Der Gottmensch oder Agreda - Leben der jungfräulichen Gottesmutter Maria. Das waren Menschen mit Gesichten. Gerade hier in diesem Spektrum an Gesichten kann man auch den Sprung in die Mystik wagen, also die deutsche Mystik. zB. eben Mechthild von Hackeborn. Wie man sieht, ist das Gesicht einer Person ein Reigen zu anderen Gesichten, wie eben im Halbkreis wo alle auf das Licht warten, wie bei Odyssee 2001. Man spricht aber vom Anlitz.

Vgl. beiläufig den Film von I. Bergmann – Das Gesicht.

So viel zum Gesicht und St. Michael wird auch als Engel des Angesichtes genannt. Also, da geht es um das Angesicht und das Gesicht ist eben die Vision.

Der Papst sagt: Demut ist alles - Ja, aber wo fangt alles an?

Ich bin eigentlich der Überzeugung, dass Maria, die Muttergottes eine ganz schlichte Person war, ohne irgendwelcher Reize, sondern Magd des Herrn und wahrscheinlich ist es auch entscheidender neben all den Titeln, unter denen die Gnadenmutter, Königin des Karmels in der Welt bekannt ist, sie als Magd des Herrn zu nennen und zu erkennen, wenn man ihr Angesicht versteht, ihre Züge begreift. Mir war so, als hatte ich in Mariazell dieses Gesicht ihres Angesichtes.

Solange wir die Sünde lieben, tun wir uns halt schwer. Wenn wir wüssten, wie oft wir am Tag sündigen und sogar Gedanken, die freilich nicht frei sind. Da hat man überall die Schwere. Also dieser Müßiggang schadet dem Glauben. Er weckt dann die niedrigsten Instinkte. Wenn man sich über etwas ärgert, wird man zornig und im Zorn ist der Mensch ungerecht, wie die Bibel sagt, aber man kann sich nicht beherrschen und Gott gibt uns dafür seinen Leib, seine allerheiligste Menschheit haltet er uns entgegen und wenn wir ihn empfangen, ist es ein Schutzmantel des Glaubens, der uns zu unserer Heiligkeit nütze ist. Menschen, die in ein Kloster eintreten, sich der Welt entledigen sind wohl Schatzmeister des Glaubens. Da Maria aber in guter Hoffnung war, als sie Elisabet begegnete, begleitet uns auch eine Hoffart in der Welt. Wir hoffen immer das Beste, sind gutgläubig und das alles sind Attribute, die uns Tugenden bescheren. Hoffart ist also ein anderes Wort für Stolz. Wir sind stolz darauf und Erben der Tugenden. Stolz zeigt uns Standpunkte und ein Gesicht, also eine Vision. So als könnte es mit uns einmal besser werden. Ich weiß nicht, ob es Gott darum geht, besser zu machen, sondern heilig. Also sein Wille geschehe. Wie der hl. Johannes von Gott sagt: Das Herz befehle!