Es macht niemanden besser, wenn er Katholik ist, weil er ja mehr am Leiden und Sterben Christi teilnimmt und dieses auch in Anspruch nimmt durch die Teilhabe an den Sakramenten. Wo der Protestant die Ehe als einen Segen wahrnimmt, gilt sie in der Kirche als ein Sakrament. Es ist weniger lapitar, also weiter weg von der Wahrheit, die durchaus eine Bürde darstellt, unter der man weder zugrunde geht, noch die Last alleine bewältigen muss, durch eben jenes Leiden und Sterben Christi. Die Hürden sind anders gesetzt und dennoch weiß das der Satan, der zu Scheidungen verführt und den Menschen gegenüber Gott fremd werden lässt. Es ist deswegen nicht leichter, Katholik zu sein oder dem Umstand der Verführung Herr zu werden und hier treffen sich die Weisen dann, die Grund genug an sich selber finden, nicht dem Abfall von Gott zu verfallen, indem sie beichten. Wo die Last zu viel wird, geht man daran zugrunde oder aber man opfert sie Gott auf. Dafür gibt es einen Altar, eines Gottes, der die Sünde hinwegnimmt, welche die Schwere bereitet, unfrei macht und hoffnungslos. Die Hoffnung hingegen ist ein Geschenk der Sakramente, die Gott spendet. "Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen." Mt 11,28 - oder an anderer Stelle "Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien." Joh 8,32 So belastet uns also die Lüge? "Wie kannst du sagen: Ihr werdet frei werden?" Joh 8,33 Die Sakramente sind frei von religio, also von der Rückbindung, weil diese ja vom Erlöser stammen. Tugendhaft ist es, dieser Wahrheit zu folgen, die frei von religio ist, sonst bringt ja die Tugend nichts. Wozu brauche ich aber die Tugend? Für die Ewigkeit und so ist es manchmal auch schwierig, wenn Gott uns prüft. Er macht das, damit wir für die Ewigkeit gerüstet sind, wo Tugenden vorherrschen, um der Gegenwart Gottes zu gefallen. Wozu gibt es den ganzen Reigen an Welt? Um die Tugend zu erlernen, Gott fürchten zu lernen, wenn wir sie nicht besitzten, denn er flieht vor der Falschheit, wo diese Tugend nicht vorhanden ist. Wer hat, dem wird gegeben, sagt er, also wo er sich wohl fühlt, dort bleibt er auch und die Tugend das Bindeglied des Glaubens und fürwahr haltens. Es gibt keinen besseren Prüfstein, als die Tugend. Nun, was ist Tugend? Das Verständnis Gottes im Grunde, was wir auch Glauben nennen. Das große Geheimnis, sich nicht vor ihm zu verbergen, vgl. "Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns!, und zu den Hügeln: Deckt uns zu!" Lk 23,30 und "Niemand zündet ein Licht an und deckt es mit einem Gefäß zu oder stellt es unter das Bett, sondern man stellt das Licht auf den Leuchter, damit alle, die eintreten, es leuchten sehen." Lk 8,16