Das heutige Tagesevangelium scheint mir doch eines der schwierigsten Gleichnisse Jesu zu sein. Zwar wirkt es eingängig, doch bei näherer Betrachtung wirft es doch Fragen auf. Zum Einen ist da das Erstgeburtsrecht bei den Juden, wo der Erstgeborene Gott geweiht ist. Der Erste und dann wirkt es so, als wäre hier ein deutlicher Bruch in dieser Sichtweise, die auch keineswegs einem Logos entspricht. Auf den ersten Blick zumindest. Geht man jedoch in der Betrachtung weiter, so wird einem schnell klar, dass Jesus hier in diesem Gleichnis als "Guter Hirte" spricht, der zudem sein Leben ließ für die Schafe. Hier, Jesus, der Erstgeborene und auch die Erstlingsfrucht der neuen Schöpfung. Als Beispiel, ein Mann hat zwei Kinder, eines davon männlich, das andere weiblich. Nun ist der männliche Erstgeborene, der eigentliche Erbe und Jesus bezieht sich hierbei nicht auf den Ersten, sondern auf den Letzten. Wenn nun der Mann, nach Mose die Frau aus der Ehe entlässt und wieder heiratet, diesmal zwei männliche Nachkommen zeugt, so wäre der jüngste Nachkomme eine Art des Gleichmaßes, weil er der Letzte ist. Obwohl der Mann demnach sich selber hingeopfert hat, weil er ja aus der Wiederverheiratung heraus in einem Konglomerat, also einer wilden Ehe lebt und somit auch keine Kommunion mehr empfangen konnte. So wurde doch der Erstgeborene geschützt. Wovor? Nun, vor dem Wolf. Also ist dieser schnöde Mammon an ihm vorrüber gezogen und das ist auch der Neid, den Jesus in diesem Gleichnis wähnt. Die Weihe an Gott ist dem Heiland wichtiger als das irdische Erbe, welches zeitlich befristet, quasi einen Tagelöhner mimt. So kann man wie Einstein erkennen, dass Gott nicht würfelt, obwohl man durch den Widerspruch dieses Gleichnisses zu dieser Ansicht käme, wäre da nicht der Hinblick auf den guten Hirten! Es geht nicht a priori um Geld, sondern um das Verhängnis der Tatsache eines Erbes. Das beweisen unzählige Heilige, uA. Elisabeth von Thüringen, aber die war kein Erstgeborener, was das Verhältnis ziehmlich interessant macht, wo man dann im Christentum nicht mehr nur von einem männlichen Erstgeborenen spricht, da man durch die Taufe quasi im Herrn Jesu Christi innehält. Anstelle der Person als Frau oder Mann tritt dann insofern Christus.

Es gibt solche, die aufgeklärt sind, aber die meisten besuchen kaum eine heilige Messe und ihr Maßstab richtet sich doch dahin, dass sie einmal in den Himmel kommen, weil sie ein gutes Herz haben und sich bemühen. Beichte, oder den Ablass bei jeder Messe, erwägen sie nicht. Gibt es eine intelligible Welt? Ist sie nicht freier konstituiert, durch Worte und Privatoffenbarungen? Es ist also schwierig, wenn man nicht wie Paulus sagt, allen alles wird und darauf bezieht sich auch der Klerus.

Als der Herrgott die Erde erschaffen hat, sagte er nicht: schön. Er sagte gut.

"Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt." Hebr 13.2

Die Verwandtschaft zwischen Baron Münchhausen und Dr. Faust, wobei Don Quichotte als ein Mahnmal für Hegels Zeitgeist-Phänomen gelte. Faust - Gotik, Don Quichotte - Renaissance, Münchhausen - Klassizismus. Dieses Trilemma. Musikalisch sattelt es sich eigentlich da, im Barock. Das ist interessant "Keine Epoche der europäischen Kulturgeschichte ist so von Widersprüchen geprägt wie das Zeitalter des Barock." - Barock Münchhausen

Das Wunder des hl. Justus, "Patron der Philosophen?". Bild: Rubens . Interessant, dass er in den Attributen der Heiligen gar nicht mit diesem aufscheint. "Nachdem er wurde enthauptet, Justus' Körper hob dann die abgetrennten Kopf und fuhr fort zu sprechen. Justus ist damit einer der legendären cephalophores, der Heilige 'Träger', die auf wundersame Weise weiter zu sprechen oder zu bewegen trotz enthauptet wird."

Das Phänomen des Homunculus; Descartes.