Erkenntnis, die einem am Leibe fristet. Die Antwort auf den hl. Thomas von Aquin ist wohl der hl. Augustinus. Diese Bekenntnisse, wo der hl. Thomas von Aquin fragt, ob die Teuerliebe (Caritas) Freundschaft sei und dann vergleicht er die Caritas (Teuerliebe) mit der Freundschaft zum Pferd oder zum Wein. Caritas est; diese Enzyklika von Benedikt XVI., wobei diese Caritas im Grunde genauso die Teuerliebe meint und dabei offensichtlich auf den hl. Thomas von Aquin eingeht, wo er plötzlich im mythologischen Sumpf mündet. Eine seltsame Schrift, aber nehmen wir die Eckpfeiler. Jene Caritas; ebenso ein schwieriger Begriff wie der Logos. Wenn ich zB. sagen würde: caritas est logos, dann meint Caritas die Nächstenliebe und ob diese dann Freundschaft wäre, im Sinne des Logos, also der Weltvernunft mag eine fromme Spekulation sein. Der Nachteil ist wohl die duale Logik aus dem Ganzen, wo man weiß, dass der hl. Thomas von Aquin die Dialektik des Aristoteles annahm. Zweifelsohne ist Aristoteles interessant, vor allem wegen seiner Tierkunde; sozusagen wegen dem sprichwörtlichen springenden Punkt, welchen er als Werden im Ei des Vogels, vielmehr als einen Blutfleck beschrieb, der da hüpft und springt. Dieses a priori Gesetzte und dann hat man den Dualismus, als Widerpart eines a posteriori gesetzten Falles. Bei der dualen Logik habe ich dann immer das Attribut und dem kann man Ockham entgegensetzen. Die Metaphysik ist heimtükisch. So sieht man bei Xenophanes das gegengesetzte Bild, indem er schrieb: "stets am selbigen Ort verharrt er, sich nirgends hinbewegend..." (frg. 23ff) Man hat auf jeden Fall die Gemeinschaft der Heiligen a priori und ob sich Aristoteles mit dem Limbus beschäftigt hat, tangiert in dieser Betrachtung überhaupt nicht. Irgendwie muss Benedikt XVI. diese Brücke von der "Caritas est" zur Abschaffung der Lehre über den Limbus der ungetauften Kinder gebracht haben. Aber wieder zurück zu der Betrachtung des hl. Thomas von Aquin. Ist die Teuerliebe (Caritas) Freundschaft? Caritas est. So gesehen, ist die Teuerliebe immer auch eine Freundschaft a priori, weil sie dem lieben Gott anheimgestellt wird und so kann man sich auch die Schuhe binden und die Kniebeuge im Gedächtnis an den liebenden Gott machen, denn "Des Menschen Herz plant seinen Weg, / doch der Herr lenkt seinen Schritt." Spr 16,9 Jesus sagt es gibt zwei Gebote: Die Gottesliebe a priori und die Nächstenliebe a posteriori - diese zwei fassen die zehn Gebote zusammen. Da ist die Gottesliebe immer a priori gesetzt, weil ohne Gott vermögen wir gar nichts zu tun, nicht einmal den Nächsten lieben; das heißt auch, keine Caritas vollziehen. Wir kommen demnach nicht einmal zur Caritas, ohne der Freundschaft. Metaphysik kann nichts bewegen! So schrieb Xenophanes: "Doch sonder Mühe schwingt er das All mit des Geistes Denkkraft." - Wenn wir also etwas verändern wollen, dann reicht ein Gedanke, ein Wort.

Zur Zeit des Mittelalters galten Worte als Magie. Es ist halt die Frage nach der Lauterkeit des Herzens. Das Herz befehle! Wie der hl. Johannes von Gott sagte. Es ist mehr entscheidend, wie das Wort durchdringt, wie lange es Wolke ist, bevor es ein Blitz wird; frei nach Nietzsche. Das Zeugnis Christi beschäftigt sich damit, dass der Satan wie ein Blitz vom Himmel fiel und das ist keine Magie. Es dringt einfach fort. Wir haben Gebete, können Gott bitten, wenn diese Wolke es benötigt, aber man nimmt sich damit auch den Trost, denn Gott wirkt in seiner Vorsehung und es gilt ihn dafür zu loben, als oberstes Ziel der Menschwerdung. Warum Wolke? Nun .."Ergiebiger Regen aufgrund des Gebetes von Elias [1 Kön 18,41]. Giezi, der Diener Elias, ans Meer geschickt, sieht anläßlich seiner siebten Reise eine kleine Wolke in Form eines kleinen Schuhs. Nach dem Zeugnis der Überlieferung soll Elias die allerseligste Jungfrau mit dem Jesukind vorausgeschaut haben (vgl. das Fenster des Karmel in Lourdes, gegenüber von der Grotte)." [...] "Gott gibt uns in der Wolke zu verstehen, daß das göttliche Wort (Jesus) im Schoß der Jungfrau so enthalten ist, wie das Wasser in der Wolke zurückgehalten wird. Ferner sehen wir in der Form eines Fußes den jungfräulichen Fuß, der der Schlange den Kopf zertritt." [Tragt das Skapulier! S. 7 und S. 8, ISBN 3-908542-48-0]