Das ist auch der Grund, warum die Philosophen sich in Gedichten übten, um der Sprache Herr zu werden. Hegel zB.

Man spricht dann von Qualia.

"Wer sich in seinen Worten nicht verfehlt, ist ein vollkommener Mann" Jak 3,2

Der springende Punkt

"Aristoteles befasste sich in seiner Historia animalium (Geschichte der Tiere) unter anderem mit dem bebrüteten Vogelei. Er war der Meinung, dass aus dem im Eiweiß sichtbaren Blutfleck das Herz des künftigen Vogels entstehe und behauptete, dass sich dieser Punkt schon wie ein Lebewesen bewege, „hüpfe und springe“. Die lateinische Übersetzung „punctum saliens“ entwickelte sich dann von der Bedeutung „Punkt, von dem das Leben ausgeht“ hin zu der heutigen allgemeineren Bedeutung."

Sokrates vertritt aber die Meinung, durch Einsicht wahres Wissen zu lehren. Das ist der interessante Punkt.

"Mein Volk kommt um, weil ihm die Erkenntnis fehlt. / Weil du die Erkenntnis verworfen hast, / darum verwerfe auch ich dich als meinen Priester. Du hast die Weisung deines Gottes vergessen; / deshalb vergesse auch ich deine Söhne." Hos 4,6

"Denn die Kinder eines sündigen Beischlafs / treten im Gericht als Zeugen auf / für die Schlechtigkeit ihrer Eltern." Weish 4,6

"Der Segen des Vaters festigt die Wurzel, / doch der Fluch der Mutter reißt die junge Pflanze aus." Sir 3,9

"das Gehör hast du mir eingepflanzt" Ps 40,7

Dionysos, Epikur

Erinnert mich an ein Theaterstück von Eugène Ionesco "Die Unterrichtsstunde".

"In der Inszenierung von Geirun TINO wird eine neue, andere Interpretation vorgelegt: der Professor ist nicht der Vergewaltiger und Mörder, der einfach sein Opfer niedermacht, sondern ein Sprachbesessener, der den Traum hat, Sprache könne Sinn und Welt konstituieren und Verständigung wäre wirklich möglich. Der Misserfolg führt nicht zum Mord durch ihn, sondern zum Mord durch das Wort, die Sprache: es ist die Erkenntnis, die tötet (Nietzsche klingt hier an und der alte christliche Mythos!). "