Sir 51
Das Danklied: 51,1-12
1 Ich will dich preisen, mein Herr und König, /ich will dich loben, Gott meines Heils. Ich will deinen Namen verkünden, /
du Hort meines Lebens, 12
2 denn du hast mich vom Tod errettet. /
Du hast meinen Leib vor dem Grab bewahrt, /
meinen Fuß dem Griff der Unterwelt entrissen. Du hast mich befreit von der Geißel böser Zungen, /
von den Lippen treuloser Lügner. Gegen meine Widersacher standest du mir zur Seite, / 3
Du hast meinen Leib vor dem Grab bewahrt, /
meinen Fuß dem Griff der Unterwelt entrissen. Du hast mich befreit von der Geißel böser Zungen, /
von den Lippen treuloser Lügner. Gegen meine Widersacher standest du mir zur Seite, / 3
3 in deiner großen Huld hast du mir geholfen aus der Schlinge derer, die auf meinen Fall lauern, /
aus der Hand jener, die mir nach dem Leben trachten. Aus vielen Nöten hast du mich erlöst, / 4
aus der Hand jener, die mir nach dem Leben trachten. Aus vielen Nöten hast du mich erlöst, / 4
4 aus der Bedrängnis der Flammen, die mich umringten, /
aus Gluten, die nicht (wirklich) geschürt, 56
aus Gluten, die nicht (wirklich) geschürt, 56
5 aus dem Schoß der Flut, nicht (wirklich) von Wasser, /
(sondern) von schändlichen Lippen und Erfindern von Lüge, /
(sondern) von schändlichen Lippen und Erfindern von Lüge, /
6 von den Pfeilen der falschen Zunge. Schon war ich dem Tod nahe /
und mein Leben den Tiefen der Unterwelt.
und mein Leben den Tiefen der Unterwelt.
7 Ich wandte mich nach allen Seiten und fand keinen Helfer, /
ich spähte nach einem Beistand, doch keiner war da.
ich spähte nach einem Beistand, doch keiner war da.
8 Da dachte ich an das Erbarmen des Herrn, /
an die Taten seiner Huld, die seit Ewigkeit bestehen. Er hilft allen, die auf ihn vertrauen, /
und erlöst sie aus jeder Gefahr. 78
an die Taten seiner Huld, die seit Ewigkeit bestehen. Er hilft allen, die auf ihn vertrauen, /
und erlöst sie aus jeder Gefahr. 78
9 So erhob ich von der Erde meine Stimme, /
ich schrie von den Toren der Unterwelt her.
ich schrie von den Toren der Unterwelt her.
10 Ich rief: Herr, mein Vater bist du, /
mein Gott, mein rettender Held. Verlass mich nicht am Tag der Not, /
am Tag der Vernichtung und Verwüstung! 9
mein Gott, mein rettender Held. Verlass mich nicht am Tag der Not, /
am Tag der Vernichtung und Verwüstung! 9
11 Deinen Namen will ich allzeit loben, /
an dich denken im Gebet. Da hörte der Herr meine Stimme /
und achtete auf mein Flehen. 10
an dich denken im Gebet. Da hörte der Herr meine Stimme /
und achtete auf mein Flehen. 10
12 Er erlöste mich von allem Unheil /
und rettete mich am Tag der Not. Darum danke ich dem Herrn /
und will seinen Namen loben und verherrlichen. Danket dem Herrn, denn er ist gut, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Gott der Lobgesänge, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Wächter Israels, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Schöpfer des Alls, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Erlöser Israels, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem, der Israels Versprengte sammelt, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Erbauer seiner Stadt und seines Heiligtums, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem, der dem Haus David Macht verlieh, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem, der Zadoks Söhne zu Priestern erwählt hat, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Schild Abrahams, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Fels Isaaks, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Starken Jakobs, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem, der Zion erwählt hat, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem König der höchsten Könige, /
denn seine Huld währt ewig. Seinem Volk verleiht er Macht - /
das ist ein Ruhm für all seine Frommen, /
für Israels Söhne, das Volk, das sich ihm nahen darf. Halleluja! 1112
und rettete mich am Tag der Not. Darum danke ich dem Herrn /
und will seinen Namen loben und verherrlichen. Danket dem Herrn, denn er ist gut, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Gott der Lobgesänge, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Wächter Israels, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Schöpfer des Alls, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Erlöser Israels, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem, der Israels Versprengte sammelt, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Erbauer seiner Stadt und seines Heiligtums, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem, der dem Haus David Macht verlieh, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem, der Zadoks Söhne zu Priestern erwählt hat, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Schild Abrahams, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Fels Isaaks, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem Starken Jakobs, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem, der Zion erwählt hat, /
denn seine Huld währt ewig. Danket dem König der höchsten Könige, /
denn seine Huld währt ewig. Seinem Volk verleiht er Macht - /
das ist ein Ruhm für all seine Frommen, /
für Israels Söhne, das Volk, das sich ihm nahen darf. Halleluja! 1112
Nachwort auf die Weisheit: 51,13-30
13 Als ich jung und noch nicht unstet war, /suchte ich eifrig die Weisheit. 1314
14 Sie kam zu mir in ihrer Schönheit /
und bis zuletzt will ich sie erstreben.
und bis zuletzt will ich sie erstreben.
15 Und wie nach dem Blühen die Trauben reifen, /
die das Herz erfreuen, so schritt mein Fuß auf geradem Weg; /
denn schon von Jugend an habe ich sie erkannt.
die das Herz erfreuen, so schritt mein Fuß auf geradem Weg; /
denn schon von Jugend an habe ich sie erkannt.
16 Nur kurz hörte ich hin /
und schon fand ich Belehrung in Menge.
und schon fand ich Belehrung in Menge.
18 Ich hatte im Sinn, Freude zu erleben, /
ich strebte ohne Rast nach Glück.
ich strebte ohne Rast nach Glück.
19 Ich verlangte brennend nach ihr /
und wandte von ihr meinen Blick nicht ab.
und wandte von ihr meinen Blick nicht ab.
20 Ich richtete mein Verlangen auf sie /
und auf ihren Höhen wanke ich nicht. Meine Hand öffnete ihre Tore /
und ich nahm sie leibhaftig wahr. Ich habe ihretwegen meine Hände gereinigt /
und ich fand die Weisheit in ihrer Reinheit. Einsicht erwarb ich durch sie von Anfang an, /
darum lasse ich nicht von ihr. 1617
und auf ihren Höhen wanke ich nicht. Meine Hand öffnete ihre Tore /
und ich nahm sie leibhaftig wahr. Ich habe ihretwegen meine Hände gereinigt /
und ich fand die Weisheit in ihrer Reinheit. Einsicht erwarb ich durch sie von Anfang an, /
darum lasse ich nicht von ihr. 1617
21 Mein Herz war erregt, sie zu schauen, /
darum erwarb ich sie als kostbares Gut.
darum erwarb ich sie als kostbares Gut.
22 Der Herr gab meinen Lippen Erfolg, /
mit meiner Zunge will ich ihm danken.
mit meiner Zunge will ich ihm danken.
26 Beugt euren Nacken unter ihr Joch /
und nehmt ihre Last auf euch! Denen, die sie suchen, ist sie nahe, /
und wer sich ihr ganz hingibt, findet sie. 22
und nehmt ihre Last auf euch! Denen, die sie suchen, ist sie nahe, /
und wer sich ihr ganz hingibt, findet sie. 22
27 Seht mit eigenen Augen, dass ich mich nur wenig bemühte, /
aber viel Ruhe gefunden habe.
aber viel Ruhe gefunden habe.
29 Eure Seele freue sich an meinem Lehrstuhl, /
meines Liedes sollt ihr euch nicht schämen.
meines Liedes sollt ihr euch nicht schämen.
30 Tut eure Werke vor der Zeit (der Vergeltung), /
so wird er euch den Lohn geben zur rechten Zeit. [Gepriesen sei der Herr auf ewig, /
gelobt sei sein Name für alle Zeiten. Die Weisheit des Jesus, des Sohnes Eleasars, des Sohnes Sirachs. Der Name des Herrn sei gepriesen /
von nun an bis in Ewigkeit.] 2526
so wird er euch den Lohn geben zur rechten Zeit. [Gepriesen sei der Herr auf ewig, /
gelobt sei sein Name für alle Zeiten. Die Weisheit des Jesus, des Sohnes Eleasars, des Sohnes Sirachs. Der Name des Herrn sei gepriesen /
von nun an bis in Ewigkeit.] 2526
1 ℘ Ex 15,2
2 1-12: Nach dem Schlusswort 50,27-29 bildet das beigefügte Danklied einen Nachtrag.
3 ℘ Ps 120,2
4 ℘ Ps 103,8; 35,4
5 ℘ Ijob 20,26
6 4b.5a: Eine Bemerkung sagt jeweils, dass die Feuerflammen und Wasserfluten nur bildlich aufzufassen sind.
7 ℘ Ps 25,6
8 Nach G und Vg wird Gott direkt angeredet, wie auch in V. 12.
9 ℘ Ps 89,27
10 11b: G: dich preisen im Gebet; V. 11c fehlt in G.
11 ℘ 1 Chr 16,34; Ps 106,1; 107,1; 118,1; 136,1; Gen 49,24; Ps 148,14
12 Ob das litaneiartige Lied von Sirach selbst stammt, ist unsicher, da es in G und S fehlt.
13 ℘ Weish 8,2; Sir 14,20-27
14 13-30: Die Liebe zur Weisheit wird dichterisch als bräutliches Verhältnis beschrieben; so schon in 14,20-27 und 15,1-6 und auch in Weish 8,12-18. 13-20: So nach dem H-Text von Qumran, der die alphabetische Ordnung der Verse besser bewahrt hat als die anderen H-Zeugen.
15 Text unsicher.
16 ℘ 15,2; Spr 8,34
17 Der Freund der Weisheit betritt das Haus der geliebten Braut. Text und Zeilenfolge unsicher.
18 ℘ Spr 9,4
19 23b: Hier wird zum ersten Mal das Lehrhaus der Schriftgelehrten genannt, wenn es auch wahrscheinlich nur bildhaft für die Weisheitslehre steht.
20 ℘ Am 8,11
21 ℘ Spr 4,7; Jes 55,1
22 ℘ Dtn 30,11-14; Röm 10,8
23 ℘ Spr 16,16; Mt 13,44-46
24 Am Ende des Buches wird die Aufforderung, das Werk anzunehmen, immer eindringlicher. V. 28b will nicht behaupten, dass man durch Weisheit materielle Reichtümer erwirbt. Der Sinn ist: Weisheit macht den eigentlichen Reichtum aus.
25 ℘ 50,27; Ps 113,2
26 30ab: Eine letzte Mahnung, das Gute rechtzeitig zu tun. 30cd: Dieser Lobpreis wie auch der jüngere am Schluss, fehlt in G und ist späterer Zusatz, ebenso die dazwischenliegende nochmalige Schlussbemerkung, die bei den Textzeugen verschieden lang ist.