Sir 19
2 Wein und Weiber machen das Herz zügellos; /
wer sich an Dirnen hängt, wird frech.
wer sich an Dirnen hängt, wird frech.
3 [Moder und Würmer nehmen ihn in Besitz, /
freche Gier richtet den zugrunde, über den sie herrscht.] 23
freche Gier richtet den zugrunde, über den sie herrscht.] 23
4 Wer schnell vertraut, ist leichtfertig, /
wer sündigt, verfehlt sich gegen sich selbst.
wer sündigt, verfehlt sich gegen sich selbst.
5 Wer sich über eine Schlechtigkeit freut, wird selbst verachtet, /
[wer den Lüsten widerstrebt, krönt sein Leben. 4
[wer den Lüsten widerstrebt, krönt sein Leben. 4
6 Wer seine Zunge beherrscht, lebt ohne Streit;] /
wer Gerede verbreitet, dem fehlt es an Verstand.
wer Gerede verbreitet, dem fehlt es an Verstand.
7 Verbreite niemals ein Gerede, /
dann wird auch dich niemand schmähen.
dann wird auch dich niemand schmähen.
10 Hast du etwas gehört, so sterbe es in dir; /
sei unbesorgt, es wird dich nicht zerreißen.
sei unbesorgt, es wird dich nicht zerreißen.
12 Wie ein Pfeil im Schenkel sitzt, /
so steckt das Wort im Leib des Toren.
so steckt das Wort im Leib des Toren.
13 Stell den Freund zur Rede, ob er etwas getan hat, /
und wenn er es getan hat - damit er es nicht wieder tut.
und wenn er es getan hat - damit er es nicht wieder tut.
14 Stell deinen Nächsten zur Rede, ob er etwas gesagt hat, /
und wenn er es gesagt hat - damit er es nicht wiederholt.
und wenn er es gesagt hat - damit er es nicht wiederholt.
15 Stell den Freund zur Rede, denn oft gibt es Verleumdung; /
trau nicht jedem Wort!
trau nicht jedem Wort!
16 Mancher gleitet aus, doch ohne Absicht. /
Wer hätte noch nie mit seiner Zunge gesündigt?
Wer hätte noch nie mit seiner Zunge gesündigt?
17 Stell deinen Nächsten zur Rede, ehe du ihm Vorwürfe machst. /
Gib dem Gesetz des Höchsten Raum! 8
Gib dem Gesetz des Höchsten Raum! 8
18 [] 9
19 []
Rechte und falsche Klugheit: 19,20-30
20 Alle Weisheit ist Furcht vor dem Herrn; /in jeder Weisheit liegt Erfüllung des Gesetzes.
21 []
22 Schlechtes zu kennen ist keine Weisheit, /
der Rat der Sünder ist keine Klugheit.
der Rat der Sünder ist keine Klugheit.
23 Es gibt eine Schläue, die ein Gräuel ist, /
und es gibt Einfältige, die nichts Schlechtes tun.
und es gibt Einfältige, die nichts Schlechtes tun.
24 Besser ist es, arm an Klugheit und gottesfürchtig zu sein, /
als reich an Einsicht, aber das Gesetz zu übertreten.
als reich an Einsicht, aber das Gesetz zu übertreten.
25 Es gibt eine listige Schläue, doch sie ist ungerecht; /
mancher verstellt sich, um Rechtschaffenheit vorzutäuschen.
mancher verstellt sich, um Rechtschaffenheit vorzutäuschen.
26 Mancher geht gebeugt und traurig einher, /
doch sein Inneres ist voll Tücke.
doch sein Inneres ist voll Tücke.
27 Er schlägt den Blick nieder und stellt sich taub; /
wo er nicht durchschaut wird, tritt er gegen dich auf.
wo er nicht durchschaut wird, tritt er gegen dich auf.
28 Wenn ihm die Kraft fehlt, Unrecht zu tun, /
tut er doch Böses, sobald er Gelegenheit findet.
tut er doch Böses, sobald er Gelegenheit findet.
29 Am Aussehen erkennt man den Menschen, /
am Gesichtsausdruck erkennt ihn der Weise.
am Gesichtsausdruck erkennt ihn der Weise.
30 Die Kleidung des Menschen offenbart sein Verhalten, /
die Schritte des Menschen zeigen, was an ihm ist. 10
die Schritte des Menschen zeigen, was an ihm ist. 10
1 Wer das tut: nach H. - «das wenige» in b meint die im Einzelfall nicht besonders hohen Ausgaben des Schlemmers; erst die maßlose Gewohnheit ist gefährlich.
2 ℘ 10,11; 6,4
3 Wohl nicht ursprünglich, sondern aus 10,11 und 6,4 zusammengestellt. Der erste Halbvers fehlt in H und S.
4 5b.6a: Nur in einigen G-Handschriften.
5 8b: G kaum richtig: Wenn es für dich keine Sünde ist, enthülle nichts! (Vgl. 27,16-21).
6 ℘ (8-9) 22,26
7 11f: Sinn der Vergleiche: Der Tor kann nichts für sich behalten.
8 ℘ Lev 19,17
9 18.19.21: Späte Zusätze.
10 So nach S.